Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM)


Dr. med. Stefan Wagner, MHBA
Dr. med. Stefan Wagner, MHBA

„BGM besteht insbesondere aus den übergeordneten Bausteinen Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF), Arbeits- und Gesundheitsschutz, Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) und Personalentwicklung.“

– Dr. med. Stefan Wagner, MHBA

Als Leiter eines Steuerungskreises für Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) entwickele ich innovative Konzepte, die als Rahmen einzelne Aktionen und Aktivitäten der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) ergänzen, um nachhaltige Effekte zu erzielen. Zielgruppenorientierung ist dabei für mich der Schlüssel zum Erfolg.

Für mich persönlich ist darüber hinaus Achtsamkeit (Mindfulness) von zentraler Bedeutung, wie auch ein spielerischer Ansatz, der Nudging und Gamification aufgreift. Darüber hinaus ist die Etablierung von Gewohnheiten im Sinne von Prozeduren, Mustern und neuen Routinen ein Kernelement, das mir am Herzen liegt, um einen nachhaltigen Erfolg zu bewirken.


Ganzheitliches BGM
Ganzheitliches BGM

Zu 2 von mir initiierten Pilotprojekten/Leuchtturmprojekten informiere ich gerne im Folgenden:

Leuchtturmprojekt
Leuchtturmprojekt

Was ist BGM?

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bezieht sich auf die systematische und strategische Gestaltung von Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens der Mitarbeiter in einer Organisation. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz, der darauf abzielt, die Arbeitsbedingungen, Arbeitsorganisation und Arbeitskultur so zu gestalten, dass sie die physische, psychische und soziale Gesundheit der Mitarbeiter fördern.

Das betriebliche Gesundheitsmanagement umfasst verschiedene Aktivitäten und Maßnahmen, darunter exemplarisch:

  1. Gesundheitsförderung: Die Förderung eines gesunden Lebensstils und die Sensibilisierung der Mitarbeiter für Gesundheitsthemen. Dies kann die Bereitstellung von Informationen, Schulungen und Programmen zur Ernährung, Bewegung, Stressbewältigung und Raucherentwöhnung umfassen.
  2. Prävention von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten: Maßnahmen zur Identifizierung und Reduzierung von arbeitsbedingten Risiken und Gefahren. Dazu gehören Sicherheitsmaßnahmen, ergonomische Anpassungen des Arbeitsplatzes und Schulungen zur Arbeitssicherheit.
  3. Gesundheitsmanagement: Die Organisation von regelmäßigen Gesundheitsuntersuchungen, Gesundheitsberatung und -betreuung, um frühzeitig gesundheitliche Probleme zu erkennen und zu behandeln.
  4. Betriebliche Wiedereingliederung: Maßnahmen zur Unterstützung von Mitarbeitern, die aufgrund von Krankheit oder Verletzung ihre Arbeitsfähigkeit verloren haben. Dies kann die Entwicklung von individuellen Wiedereingliederungsplänen, Anpassungen des Arbeitsplatzes und Unterstützung bei der beruflichen Rehabilitation umfassen.
  5. Gesundheitsorientierte Arbeitsplatzgestaltung: Die Schaffung einer gesunden Arbeitsumgebung, die die physischen und psychischen Belastungen minimiert und die Ressourcen für Gesundheit und Wohlbefinden fördert. Dazu gehören Aspekte wie Arbeitszeitgestaltung, Work-Life-Balance, Führungsverhalten, Kommunikation und Beteiligung der Mitarbeiter.

Welche ökonomischen Effekte lassen sich durch BGM erzielen?

Ein erfolgreiches betriebliches Gesundheitsmanagement trägt dazu bei, die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten, die Arbeitszufriedenheit zu steigern, die Mitarbeiterbindung zu stärken und die Produktivität und Leistungsfähigkeit der Organisation insgesamt zu verbessern. Es erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen der Geschäftsleitung, den Personalabteilungen, Betriebsärzten, den Führungskräften und den Mitarbeitern, um eine gesunde Arbeitskultur zu schaffen und die umgesetzten Maßnahmen kontinuierlich zu evaluieren und anzupassen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) kann verschiedene ökonomische Ergebnisse für Organisationen erzielen. Hier sind einige der potenziellen Vorteile:

  1. Reduzierte Krankheitskosten: Durch die Förderung der Mitarbeitergesundheit und Prävention von Krankheiten kann BGM dazu beitragen, Krankheitskosten zu senken. Gesunde Mitarbeiter sind seltener krank, was zu geringeren Ausgaben für Krankenversicherungsleistungen, Medikamente und medizinische Behandlungen führt.
  2. Geringere Fehlzeiten: Ein wirksames BGM kann die Fehlzeiten der Mitarbeiter reduzieren. Gesundheitsförderungsprogramme, die zur Stressbewältigung, Bewegungsförderung und Förderung eines gesunden Lebensstils beitragen, können die allgemeine Gesundheit verbessern und somit zu einer geringeren Anzahl von Krankheitstagen führen.
  3. Erhöhte Produktivität: Indem BGM die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter verbessert, kann es auch die Produktivität steigern. Gesunde Mitarbeiter sind oft motivierter, engagierter und leistungsfähiger. Zudem können Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsplatzgestaltung und Arbeitsorganisation die Effizienz und Qualität der Arbeit erhöhen.
  4. Geringere Fluktuation und höhere Mitarbeiterbindung: Organisationen mit einem starken Fokus auf die Mitarbeitergesundheit und das Wohlbefinden haben in der Regel eine höhere Mitarbeiterbindung. Mitarbeiter fühlen sich wertgeschätzt und sind eher bereit, dem Unternehmen treu zu bleiben. Dies reduziert die Kosten für Personalbeschaffung und -einarbeitung.
  5. Verbessertes Betriebsklima und Mitarbeiterzufriedenheit: Ein gesundheitsförderliches Arbeitsumfeld kann zu einer positiven Unternehmenskultur und einem besseren Betriebsklima führen. Mitarbeiter, die sich in ihrem Arbeitsumfeld wohlfühlen und unterstützt werden, sind tendenziell zufriedener und engagierter.
  6. Imagegewinn: Unternehmen, die sich um das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter kümmern und ein effektives BGM implementieren, können ihr Image als attraktiver Arbeitgeber stärken. Dies kann bei der Anwerbung neuer Talente helfen und die Positionierung als verantwortungsbewusstes Unternehmen in der Öffentlichkeit verbessern.

Es ist wichtig anzumerken, dass die ökonomischen Ergebnisse von BGM je nach Organisation und Umsetzung variieren können. Der langfristige Erfolg hängt von einer ganzheitlichen und strategischen Integration des betrieblichen Gesundheitsmanagements in die Unternehmenskultur und -prozesse ab.